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Geschichte bis 1945

Wenn wir von Zoppot sprechen, sprechen wir von einem Gebiet mit einer Fläche von 17.3 qkm, 4.5 x 4.5 km. Ein kleines Stück Erde, wahrscheinlich auch nicht besonders bedeutend, aber wie ich finde sehr schön und schon vor vielen Jahren auf die Bedürfnisse einer Freizeitgesellschaft ausgelegt. Ein Ort zu jeder Jahreszeit mit adäquatem Ambiente und unvergleichlicher Luft. Über die Hälfte der Stadt besteht weiterhin aus Wälder und Parks. Nach dem Krieg wurde ein Sanatorium für Waldarbeiter gebaut, und daß soll schon was heissen;-). Zoppot teilt sich auf den Unteren- und Oberen-Zoppot.
Die Geschichte nahm ihren Lauf mit dem geordneten Rückzug des letzen Gletschers. Der Gletscher hinterließ Moränenhügeln, einen See und weißen, feinkörnigen Strand. Was die ersten Siedler nach Zoppot gelockt hat kann man nur spekulieren. Gutes Trinkwasser aus den vielen Bächen, schmackhafter Hering aus der Ostsee, die Aussicht auf steigende Grundstückpreise? Oder auch die Möglichkeit der Pflege guten Handelsbeziehungen mit den Römern, wenn der antike Handelsweg mit Bernstein schon hier verlief. Die Archäologen stießen im vergangenen und auch in unserem Jahrhundert auf spuren einiger Siedlungen die auf die Jahre zwischen 650 und 400 v.Ch. datiert wurden. Ein Zeugnis der fernen Vergangenheit stellt hier auch ein Burgwall dar, der in der zweiten Hälfte des 8. Jahrhunderts errichtet wurde und der - an der Küstenböschung situiert - noch bis zum 10. Jahrhundert besiedelt war. Sehr gut erhalten - ein ideales Plätzchen für ein Lagerfeuer - ellipsenförmig etwa 40 x 50 Meter, schon damals klein aber fein.

Original "Zoppoter Vase" gefunden im Burgwall - auch Schlossberg und "Pfanne" genannt.
Schriftlich wurde Zoppot im 13. Jahrhundert erwähnt, was der wahre Grund dazu war, das weißt man nicht so genau, wahrscheinlich ging es um die Badewasserqualität, die sich wieder mal verschlechtert hat. Die Weichsel plumpst nämlich hinter Danzig in die Ostsee, was natürlich nicht ohne Folgen für die Wasserqualität bleiben kann. Die Abhilfe für dieses Problem schaffen die Stürme, vorrangig im Winter, die das Wasser aus der Danzigerbucht mit dem Rest der Ostsee vermischen.  
                     
Zoppot Karte nach Clemens von 1596.
Seit Mitte des 16. Jahrhunderts erlebte Zoppot eine Zeit des Glanzes als eine Sommerfrische Danziger Patrizier. Es wurde nackt gebadet - die Ärzte fanden es sehr ungesund. Die nähe zu Danzig - etwa 10 km - resultierende dann auch mit Aufenthalten von Königen und anderen Machern jeweiliger Zeit (Kaiser, Könige, Päpste und Präsidenten).
Karte vom 1655.
Es ging nicht immer beschaulich zu, 1734 haben die Danziger einem polnischen König Asyl gewährt. Daraufhin haben die Russen Danzig belagert.
Zoppot brennt bei Belagerung von Danzig im Jahre 1734, die Russen waren es.
In den Zwanzigern des vergangenen Jahrhunderts erfolgte eine Umwandlung in einen kleinen Kurort mit maßgeblicher Beteiligung von Jean George Haffner aus Colmar.
Zoppot Karte vom 1807.
Man hat immer mehr gebaut.
Karte vom 1830."Situations Zeichnung vom Dorfe Zoppot" das erzähle ich auch gern, daß ich vom Dorf bin.
Und die Mole wurde auch endlich gebaut.
Zoppoter Mole vom 1839 auf dem Bild vom Zolkowski.
Im Jahre 1874 entstand die Gemeinde Zoppot, und es wurde kräftig investiert und gebaut. Renovierung der Mole, neues Kurhaus, Tennisplätze dazu eine Pferderennbahn.
Sauer Karte vom 1881.
Es wurde langsam ernst für Zoppot.
Böttcher Karte vom 1895.
So gerüstet erhielt Zoppot am 8. Oktober 1901 von Kaiser Wilhelm II., den Status einer Stadt und einen Stadtwappen - den mit der Möwe - nach dem Entwurf von Elsa Luedecke. Zoppot bekam noch ein repräsentatives Hotel "Kassino-Hotel" und die Waldoper - mit Wagner satt.
Der Stadtwappen von Zoppot.

Nach dem Ersten Weltkrieg, Zoppot wurde zusammen mit Danzig zu "Freistadt Danzig", dank der Versailler Ordnung und der Siegermächte.Die Weltwirtschaftkrise hat Zoppot eigene Währung gebracht.

Ein "Huni" von 1923.
Der Zweite Weltkrieg, aus Zoppot wurde Sopot, dank der Sowjetischen Armee, Stalin und der sieger Mächte. Nicht, daß hier ein falscher Eindruck entsteht; Die Zoppoter selbst, haben keinen Kampf geführt, nur gegen die Wellen am Strand.Bißchen wenig, aber bei der Vorbereitung konnte ich leider nur auf polnische Bücher zugreifen. In solchen Büchern geht es eigentlich nur darum, zu beweisen, daß jeweiliger Ort schon immer polnisch war, und daß es schön ist, daß er wieder zu Polen gehört. Und das gelang mit großem Erfolg, z.B. auch Berlin ist eigentlich eine polnische Stadt.
Zoppot heute (aufwärts)

Der Strand in Richtung Danzig.


Der Strand wird immer breiter, da die Meeresströmung setzt immer mehr Sand ab.

Der Platz vor der Mole (die Mole ist eigentlich ein Seesteg, aber kein Mensch in Zoppot sagt auf die Mole -Seesteg).
Das Warmbad und Leuchturm.
Hotel "Grand Hotel".
NEU: Fischer-Brunnen. Nachgemacht nach einer Statue die mal im Garten in der Nähe Bahnhofs stand (dort ist sie verschwunden).
Die Seestraße ("Bohaterow Monte Cassino" - Helden von Monte Cassino).
Billa-Supermarkt auf dem alten Platz von der Markthalle.
Die Erlöserkirche, am Anfang der Seestraße.
Der See ("Morskie Oko"). Der Obere-Zoppot
Der Blick auf Zoppot aus dem Aussicht-Punkt.
Blick auf Danzig und die Danziger-Bucht von dem höchsten Berg Zoppots (102 m). Skigebiet im Winter. In der nähe auch eine Skischanze - kaputt wie auch die Rodelbahn.